DieFluͤſſe.
DerKrebs-Fang.
101 Schauplatz der Natur
der durch die Wieſen laufft/ dermaſſen ſiche Iſt dieſes wiederum eine Fi-erey?
Der Prior. Auch das allergeringſteWaſſer⸗ Baͤchlein verſchaffet uns einigesVergnuͤgen. Dieſes iſt trefflich gut zumKrebs ⸗ Fangen, welchen Zeit ⸗ Vertreibwohl oͤffters die beſten Geſellſchafften vor-genommen haben. Man nimmt ein oderzwey Duzend Staͤbgen, die am Ende ge-ſpalten, damit man einen Koͤder einſteck enkan. Die Staͤbgen ſteckt man in denSchlamm am Ufer des Waſſers, etwa achtbis zehen Schritte voneinander. Zu einemgluͤcklichen Fang iſt dienlich, wenn man derSonne Untergang abwartet: Man kandas Werck ſodann im Kuͤhlen und mit meh-rerer Gewißheit vornehmen; Jedweder!mit einem Körbe oder Kaͤficht von Binſelverſehen, woran eine Handhebe. Dasgruͤne verſcheuet die Krebſe nicht ſo ſehr alteine andere Farbe thun würde. Von Zeltzu Zeit ziehet man die Staͤbgen nacheinan-der heraus, und wenn man Wildpraͤt umden Koͤder vermerket, ſo ſtecket man denKorb gemaͤchlich ins Waſſer, alſo daß entiefer kommt/ als das Ende des StaͤbgensSo bald der Krebs die Lufft ſpuͤhret/ laſ-ſet er den Koͤder fahren, und faͤllet in deKorb. Zuweilen faͤngt man zehen bis zwoͤl
ſe miteinander. Will man das Werk
—— 222——————, 1 24— 1
2 ES 2—
S 22