Das
20 Schauplatz der Natur
diges Ufer vor, das zur linken gn denDamm und das auſſerſte eines praͤchtigenSee ⸗ Hafens ſtoͤſſet, bey welchem einLeucht⸗Thurm und die leztern Quartiere ei-ner Stadt zu ſehen. Zu rechten haͤnget esan vielen Klippen und ſpitzigen hohen Fel-ſen, die man vor verfallene Schloͤſſer haltenſolte, und welche gegen die RegelmaͤſſigenGebaͤude in der Stadt einen gam frem-den aber ſchoͤnen Anblick machen. BeedeUfer ziehen ſich auf der Seiten in die Fer-ne. Die Baͤume, die Haͤuſer, die uͤ-gel, die Kruͤmmen und andere darauf be-und helfen durch die nach der Perſpeetiv-Kunſt eingerichtete Verkleinerung dem Au-e ein Urtheil faͤlen, von der unermeßlicheneite dieſer Spiegel⸗ glatten Waſſer⸗E-bene, ſo noch viel weiter ſich erſtrecket, undſcheinet ſich mit dem Himmel zu vereini-
gen, wo unſer Geſicht ein Ende nimmt.
Die untergehende Sonne ſcheinet halb im
Waſſer zu ſtecken, und verguͤldet die ihrentgegen gewendete Seiten der Sand-Huͤgel und Wellen.
Dieſe anſcheinende Vereinigung desMeers und des Himmels hat den AltenGelegenheit gegeben, die Erde und dasWaſſer als eine platte Flaͤche anzuſehenworuͤber der Himmel als ein Gewoͤlbe auf-lage. Daher entſtunden ihre Fabeln 15
findliche Dinge werden immer ſchwaͤcher„