212 Schauplatz der Natur
entſetzliche Laſt von zwey Reyhen Haͤuſernauf beeden Seiten zu erkreagen.
„Weil der menſchlche Leib mehr flach altvoͤllig rund/ iſt; ſo ſcheinet es, das Gewich-te zweyer Lufft⸗Saͤulen, die ihm auf demRuͤcken und Voͤrder⸗Leibe aufliegen/ mü-ſte ihn zuſammen drucken. Es iſt auch ge1 daß fluͤſſige Coͤrper eben ſo ſtark ſel/waͤrts als herabwaͤrts, wuͤrken: Denn ebendeswegen ſprüͤtzet der Wein mit eben ſol,cher Geſchwindigkeit aus elnem Faſſe, wenman es zur Seite anbohret, als wenn mandas Anbohren von unten vornimmt: Folg-lich drucket die Lufft⸗Saͤule, ſo uns auf delBruſt lieget, eben ſo ſtark, als diejenige/ ſouns auf den Achſeln lieget. Wir habenangemerket, daß eine Lufft⸗Saͤule, die dasQueckſilber achtzehen e das Waſ-
ſer 32. Schuhe, hoch erhaͤlt, eben ſo viwaͤge, als ſedwedes von beeden; und daß dleLufft⸗Saͤule, die ſie in der Hohe erhaͤlt, de-ſto groͤſſern Umfang habe, ſe groͤſſern Um-fang die Saule Waſſer oder Queckſilberhat. Folglich, iſt eine Lufft⸗Saͤule elnen Schuß ins gebvlerdte dick, wenn ſieeine Waſſer⸗Maſſa, von 32. Schuh hochund einen Schuh ins gevierdte dick, ver-mag in der Hoͤhe zu erhalten. Da mannun wiſſen kan, wie ſchwehr eine Waſſer-Saͤule waͤget, wenn ſie einen Schuh iusgeblerdte dick iſt; ſo kan man auch wiſſen,wie ſchwehr eine Lufft⸗Saͤule, von Sicke1
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