rey u. zwanzigſtes Geſpraͤche. 325Luft gezwungen, herab gegen die Erde ſichzu wenden. Dieſe hat ihren Nutzen vondiesen erleuchtenden Strahlen, welche ſieanesweges genoͤſſe, wenn keine Lufft vor-
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anden waͤre, die ſie herab ſchickete. Wenno die Sonne unſerm Horizonte nahet; ſofallen viele Strahlen von ihr ſeitwaͤrts vorſels vorbey in die uns umgebende Lufft; da-flbſt beugen ſie ſich, und erſcheinen vor un-ſeen Augen; daß wir folglich den Tag weitchender ſehen, als dieſes Geſtirne, ſo ihnſeurſachet, ſich erblicken laſſet: Und glei-Hermaſſen genieſſen wir auch einen Theil ſei-abts noch, wenn es uns nicht mehr anſie-het, noch ſeine Strahlen zu uns ſchicket.Selbige werden von der Lufftzu unſerm Nu-ben nicht mehr gebrochen, wenn die Sonne8. Grad tief unter dem Horizonte iſt. So-un erinnert die dicke Finſterniß den
1 enſchen, ſeine Arbeit wegzulegen: Thei-et ihme ſchon der Mond und die Sternesch einiges Licht mit; ſo iſt es doch von ſochwachem Scheine, daß es ſeine Ruhedcht berſtören kan. Dieſes Geſetz, vonBre bung der Licht⸗ Strahlen in der unsingebenden Lufft, iſt ein Werk; worinnenſich nicht alleine Weisheit ſondern auchoſſe Guͤtigkeit gegen alle Voͤlker der Erdeeiget; maſſen ſie durch ſelbiges, zum we-aten zwey Stunden lang vom Tage ge-Junen. Inſonderheit iſt es eine groſſeukthat fuͤr die Einwohner der kalten Erd-& 3 Stri-
DieLufft.