Band 
Dritter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde zu betrachten.
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des Schauplatzes. 7

nicht zu einer Noth⸗Luͤgen genommen; wirfinden nichts in ſeiner Hiſtorie, was mit100 Anſchauen der Natur nicht uͤberein»Wir wollen bey dem Licht anfangen:Selbiges iſt offenbahr ehender geweſen, alsder leuchtende Coͤrper. Dieſes ſcheinet an-fans wunderlich, unterdeſſen bleibt es eineganz ungekuͤnſtelte Wahrheit. Durch dasLicht verſtehen wir nicht diejenige Empfin-dung, welche wir in Beyſeyn eines ange-zuͤndeten Coͤrpers ſpuͤhren: Sondern wirverſtehen dieſe ungemein ſubtile Materiewelche unſere Augen in Bewegung ſetzet,und die Gegenwuͤrffe auf ſie mahlet, vonwelchen ſie abprellet. Wenn man dasLicht in dieſem Verſtande nimmt; ſo iſt esein von der Sonne ganz unterſchiedenerCoͤrper, und der gar wohl ehender/ als ſel-bige ,hat ſeyn koͤnnen; weil er in ihrer Ab-weſenheit eben ſowohl beſtehet, als in ihrerGegenwart. Dieſes Licht iſt durch die gan-ze Natur von einem Ende biß zum andernausgebreitet, und in allen Krayſen(Spha-ris) vorhanden, welche ſie hauptſaͤchlichmiteinander verbindet: Es dringet biß indie Dicke der Erde, und hat nichts noͤthig,als daß ſie in Bewegung geſezet werde,wenn ſie zum Vorſchein kommen ſolle. Sieiſt vor unſere Augen eben dieſes, was dieLufft vor unſere Ohren iſt. Man 5 55 ö