Band 
Dritter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde zu betrachten.
Seite
592
JPEG-Download
 

391 Gebrauch des Schauplazes.

verbirgt er uns ihre Structur und innerſteZuſanmenſezung unter einer dicken Decke.Er kunte uns ſeine Meynung nicht deutli-cher ausdruͤcken. Sein Vorſaz gehet nichtdahin, daß wir das Innerſte ſeiner Wer-ke einſehen ſollen, ſoͤndern daß wir uns durchſeine Guͤte bewegen laſſen. Folglich iſt dienatuͤrliche Hiſtorie, eine Hiſtoͤrie ſeiner Ga-ben. Je weiter wir darinnen fortgehen, jemehr Gutthaten finden wir, die wir em-pfangen haben. Allein, wenn man weis,was man empfangen hat, und doch ſeinenGutthaͤter aus dem Augen ſezet; ſo heiſſetman gelehrt und undanckbar. Unſere Wiſ-ſenſchafft iſt nur alsdenn lobens⸗ würdig/wenn ſie einen Einfluß in unſere Auffuͤhrungund Gemuͤths⸗Regungen hal. Das Ge-muͤth iſt bey dem Menſchen dasjenige, was

der Menſch auf Erden. Alle Dinge auf

Erden wären unnuͤzlich und ohne Ordnung,wenn der Menſch nicht da waͤre, um ſie zugebrauchen. Alles, was der Menſch an ſich8 iſt unnuͤzlich und vergeblich, wenn ſeinHemuͤthe keinen Theil daran nimmt. Esbeziehet ſich alles auf das menſchliche Ge-muͤth/ und dieſes beziehet ſich in allemauf GOtt. Ich bin ie.

Ende des dritten Theils.Reggiſter