Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Erklaͤrung

des

Titul⸗Kupfers.

Wo iſt der Menſch? Pf. 8, 5. David, wel-cher als ein bloſſer Hirte hier vorgeſtel-let wird, bewundert die groſſe Gewalt, welchedem Menſchen gegeben iſt, und beſinget beyſtiller Nachtzeit die unausſprechliche Gnade desGebers ſo vieler Guͤter. Der helle Monden-ſchein laͤſſet ihn einen Theil davon betrachten.Pfeil und Bogen, welche ihm bey Tage diewilden Thiere, ja die Voͤgel aus der Lufft, vorſeine Fuͤſſe legen, haben ihre Stelle neben ihmauf dem Graſe. Das Fiſchernez, das ihmebenfalls einen Theil ſeiner Nahrung verſchaf-fet, iſt an einer Weide zum trocknen aufgehaͤn-get. Die aus geſpannte Zug⸗Ochſen liegen aufder Erde, wiederkauen ihr Futter, und erwar-ten nebſt dem Anbruche des Tages auch den An-fang zur Arbeit. Seine Hunde halten Wa-che. Seine Schaafe erwaͤrmen in ihrem Pfer-che das Land, das er beſtellen will, und dasSiebengeſtirne zeigt ihm durch ſeine Stellungdie Stunde, wenn er die Schaafe in einen an-dern Pferch laſſen ſoll. Die ganze Erde iſtfertig, ſeinem Willen ein Genuͤge zu thun, undder Himmel ſelber verrichtet ſeinen Umlauff zudes Menſchen Dienſte.

Ent-