DieHerr-ſchafftdesMen-ſchen.
60 Schauplatz der Natur.
als das erwaͤhnte Geſetze Dieſes heiſſein der That wenig Koſten auf eine weit-laͤufftige Unternehmung wenden. Nun-mehro aber wollen wir ihre Regel auf die-jenige Kunſt anwenden, die ſie mit ſo groſ-ſer Verachtung anſehen. Zwey oder dreyFinger bemühen ſich, aus einem HaͤufgenWolle, oder Seide, oder Baumwolleoder Flockſeide oder zarter Rinden, die manum ein Staͤbgen wickelt, die zarteſtenFaͤſeegen zu ziehen, dieſe drehen ſie zu-ſammen, und machen nur einen einigenFaden daraus. Das Ende von dieſembefeſtigen eben dieſe Finger an ein leichtesStuͤckgen Holz, und ſtecken einen Reifvon gebranter Erde dran, der hernachwieder abgenommen wird, wenn die Spin-del durch die Menge des aufgewickeltenGeſpinſtes ein genugſames Gewichte er-haͤlt. Indem nun dieſes Stuͤckgen Holzzwiſchen den Fingern der rechten Handſchnell gedrehet wird, ſo thellet es demdaran geknuͤpften Faden eben dieſe Be-wegung mit, und verurſachet, daß dieeinzele Faͤſergen ſich ganz feſte uͤber einan-der legen, weil ſie gezwungen ſind, ſichgegen einerley Seite herum zu drehen.Die Enden der folgenden Faſergen befin-den ſich immer in die vorigen verwickelt,und werden alſo von dieſen fortgezogen.Alſo kom men ſie ſaͤmmtlich/ nach und nach,un-