Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Dritte Unterredung. 87

Wie weit erſtrecket ſich doch die Abſicht Diedes Schoͤpfers bey demſelbigen! Wie un⸗Zerr-zaͤhlig ſind die Verrichtungen, wozu er ge⸗ ſchafftſchickt iſt! Man hat dem Torricelli, dem 175.Paſcal, dem Guerike und dem Boyle ein ſchen.groſſes Lob beygeleget, weil ſie wahrnah-men, daß dem Drucke der aͤuſſern Lufftnichts widerſtehen kan, wenn es nicht eben-falls mit Lufft oder mit einer andern fluͤſ-ſigen Materie angefuͤllet iſt, welche dieſemDruck das Gegengewichte zu halten ver-mag. Man betrachtet ſie als die Vaͤterder heutigen Natur-Lehre, weil ſie unsdurch die Erfahrung auf neue und unge-meine fruchtbare Wahrheiten geleitet ha-ben, indem ſie nehmlich ſolche Maſchi-nen erfanden, oder zur Vollkommenheitbrachten, wodurch man die Lufft aus ei-nem beſchloſſenen Raume bringen, und ſodann die Gewalt ihres aͤuſſerlichen Dru-ckes beobachten kan, weil ihm kein Gegen-gewichte mehr im Wege ſtehet. Wasdieſe beruͤhmte Maͤnner zu unſerer groͤſtenBewunderung unternehmen, das unter-nehmen die Lippen eines Saͤuglinges auf Dieeine weit bewunderns wuͤrdigere Weiſe. Lippen.Sie ſchlieſſen ſich ſo genau an die Bruſtder Mutter, daß nicht die geringſte Lufftin den Mund zu dringen vermag. Die-jenige, die in ihme vorhanden war, faͤh-ret in die Lunge, und indem die Zunge

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