Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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1err-ſchafftdesMen-ſchen.

130 Schauplatz der Natur.

wollte nicht nur etwa, durch einige damitverknuͤpfte Annehmlichkeiten, uns zum Ge-brauche und zur Verwaltung ſeiner darge-botenen Gaben anreitzen, ſondern er woll-te, dieſes Vergnuͤgen ſollte recht empfind-lich ſeyn, ja es ſollte unſer Gemuͤthe ein-nehmen, und ſeine Abweſenheit uns Ver-druß, zuweilen auch Schmerzen, verurſa-chen: Alles zu dem Ende, damit es eineErleichterung ſowohl, als eine Erinnerung,vor den Menſchen ſeyn moͤchte: das iſt:Es ſollte nicht nur dem Menſchen Luſt undKraͤffte geben, indem er etwas zu ſeinerVerſorgung unternimmt; ſondern es ſoll-te ihn auch unablaͤſſig antreiben, dieſe Ver-richtungen mit Eifer anzugreiffen. Ohnedieſe vorſichtige Anſtalt des Schoͤpfers, wuͤr-de die Vernunft an unzaͤhlig⸗nothwendigeSachen nicht einmahl gedenken. Einigewuͤrde ſie ſchlaͤfrig vornehmen, einige garunterlaſſen; Entweder aus Vergeſſenheit,oder mit gutem Vorbedachte; und alſowuͤrden wir immer in Gefahr ſeyn, unſernUntergang ſelbſt zu beſchleunigen. DieſemUngluͤcke, worein uns ein Irthum unſererVernunft, oder auch, ihre unzulaͤnglicheVorſorge, alle Augenblicke ſtuͤrzen koͤnnte,iſt auf die allerkraͤfftigſte Weiſe vorgebeu-get, indem wir Hunger, Durſt und an-dere unangenehme Empfindungen verſpuͤh-ren, und uͤber dieſes durch ein reizendeser-