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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Weunte Unterredung. 167

dieſes nicht der Weg der wahren Ver⸗ Dieunfft? err-Er iſt es freylich. Allein wer verlan⸗ doefftget, daß man ihn bey aller Gelegenheit und men-unter jedweden Umſtaͤnden gebrauchen muͤſ⸗ ſchen.ſe, der uͤberleget nicht, wie es mit denVernunfft⸗Kraͤfften der meiſten Men-ſchen beſchaffen ſey, und wie wett dieſel-bige ſich erſtrecken. Wie viele junge Leu-te hat nicht die unverſtaͤndige Sprache derehmahligen Schulweiſen abgeſchrecket?Was allzuviel Nachſinnen erfordert, daskan auch nur von wenigen begriffen wer-den: Indem es zum Nutzen des menſch-lichen Geſchlechtes gereichet, daß die Wahr-heit allenthalben ausgebreitet, und einemVerſtande, welcher nicht ſo tief einzudrin-gen vermag, eben ſo wohl eingepraͤgetwerde, als demjenigen, welcher faͤhig iſt,auf einmahl vieles zu uͤberſehen; ſo iſt esbillig, daß man ſuche einen jedweden aufſolche Weiſe zur Erkenntniß der ihme noͤ-thigen Wahrheit zu fuͤhren, die ſich vorſeine Beſchaffenheit am bequemſten ſchickt.Warum ſolten wir die angenehmen Bil-der, die wohlerſonnenen Gleichniſſe gaͤnz-lich verwerffen, da uns doch die Erfah-rung lehret, daß ſie bey vielen, ja bey denmeiſten Gemuͤthern nicht wenig Nutzenperurſachen, und ihnen die heilſame Re-geln eines vernuͤnftigen Wandels, ganz2 5 un-