Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Dlebrauch-bareWiſſen-ſchafft.

men, ſie ſeyen dazu abgeſchickt, um uns

282 Schauplatz der Natur.

warten. Ihr Amt erfordert ſelbige, nichtnur zu verwahren, ſondern auch kund zumachen, folglich uͤberheben ſie unſereVernunft einer doppelten Muͤhe. Hatetwa ein Anverwander uns das Eigen-thum eines Gutes hinterlaſſen, ſo erfah-ren wir es nicht durch vieles Nachſinnen,.wir befragen uns vielmehr bey dem Na-

tario deswegen. Auf gleiche Weiſſe ver-mag unſere Vernunft nicht, zuverlaͤſſig zuſagen, ob Gott zu unſerm beſten etwas9 5 5 ob er uns einen Meiſter desHeyls und eine Erbſchafft gegeben habe,oder nicht? Allein ſie kan ſich deswegenbey denjenigen erkundigen, welche die des-falls vorhandene Nachrichten ſorgfaͤltigbewahren; ja, was noch mehr, ſie wirdſelbſt erinnert, eine ſo wichtige Sachenicht in Vergeſſenheit zu ſtellen. Willſie demnach ihre Klugheit erzeigen, ſomuß ſie nicht trachten, durch allerley Muth-maſſungen zu errathen, ob Gott ſichdem menſchlichen Geſchlechte geoffenbah-tet habe, oder auf was vor Weiſſe einedergleichen Offenbahrung allenfalls muͤſtegeſchehen ſeyn? Sie muß vielmehr fra-gen: Sind auch gewiſſe Nachrichten voneiner ſo wichtigen Begebenheit uͤbrig?Was fuͤr Haͤnden ſind ſie anvertrauet?Koͤnnen es diejenige beweiſen, die ſich ruͤh-

ſel-