Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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286 Schauplatz der Natur.

.ganzen menſchlichen Geſchlechte thut; denndieſem erlaubet er keinen allgemeinen An-blick aller Sachen auf einmahl, ſondern erzeigt ſie demſelben nur Stuckweiſe, vonferne, an 9 01 Orten, und zu ver-ſchiedener Zeit. Er laͤſſet ihm nach undnach ſoviel ſammeln, als er zu ſeiner Wiſſen-ſchafft bedarff, und goͤnnet ihm das Ver-gnuͤgen, vieles in einen Zuſammenhang zubringen. Auf gleiche Weiſe zeiget unsauch die Natur⸗Geſchichte eine Menge ein-zeler Erfahrungen von jedweder Gattungder natuͤrlichen Coͤrper, welche das Ge-muͤthe durch ihre Neuigkelt an ſich ziehen.Nach und nach erlangt der Verſtand ei-nige Einſicht, indem er ihre Beſchaffen-heit muthmaßlich beurtheilet, weiter nach-forſchet, noch mehr beobachtet, Verſu-che anſtellet, und endlich etwas entdecket.Indem nun die Natur⸗Geſchichte zweywichtige Vortheile mitelnander vereiniget,nehmlich die Anmuth und die Erfahrung,ſo bleibt ſie, vor Anfaͤnger inſonderheit,der natuͤrlichſte und ſicherſte Weg, ja der-jenige, welchen man bey Erlernung derWiſſenſchafften vor andern leicht befindenwird, weil man von demjenigen reden kan,was man geſehen hat. Eben ſo iſt es auch

Ruzen mit der Staats⸗Geſchichte beſchaffen,

der Voͤl-cker/ Ge-ſchichte.

welche mit Recht die Geſchichte desmenſchlichen Gemuͤthes, die Wiſſenſch a,e