Diebrauch:bareWiſſen-ſchafft.
288 Schauplatz der Natur.
allemahl zuviel. Es iſt nicht genug, daßeine Sache an ſich ſelbſt gut ſey; Sie mußauch bey der gemelnen Art von Gemuͤ—thern Eingang finden, damit ſie in ſelbigenWurzel ſchlagen und Fruͤchte bringen koͤn-ne. Dieſes Vorrecht aber gebuͤhrt derHiſtorie: Sie vergnuͤgt den, Leſer indemſie ihm Begebenheiten vorlegte, die garkein Anſehen einiger Lehren haben, worin-ne aber ein Saame der heilſamſten Lehrenliegt, und welche wuͤrcklich die vortreflich-ſte Wahrheiten in ſich faſſen, die der Ver-ſtand mit deſto groͤſſern Nuzen vor ſich al-leine heraus zieht. Ich geſtehe, daß ein
einiges Wort des Turenne bißweilen tie-
fer eindringt und mehrere Unterweiſungglebt, als die Erzaͤhlung ſeiner Schlachten.ichts deſtoweniger iſt man nicht im Stan-de, dieſes Wort ſo hoch zu ſchaͤzen, als esverdienet, noch ſeine Treflichkeit genau ein-zuſehen wenn man die Gelegenheit nichtweiß, wobey es geſprochen worden. Auſ-ſer der reifen Ueberlegung und der Ord-nung, die in ſeinen Schlachten herrſcher,ſchoͤpfet man auch nicht wenig Nuzen ausder vorſichtigen Anſtalt, die er allemahlvordem Treffen machte, und aus der Wei-ſe, wie er ſich ſeines Sieges bediente. Jaman vermag ſogar aus dem aufrichtigenGeſtaͤndniſſe ſeiner Fehler etwas zu ler-nen, die Geſchichte giebt ohne Unterlaßnuͤ-