Drexzehende Unterredung. 291
Die Wiſſenſchafft der Verhaͤltniſ—ſe und des Maaſes der Groͤſſen.
Der Menſch iſt das lebendige Ebenblldvon dem allerhoͤchſten Beherrſcher des gan-zen Weltgebaͤudes, nicht nur deswegen,weil er im Stande iſt, alle auf ſeinemWohnplaze befindliche Dinge zu kennen,ſondern vielmehr um dieſer Urſache willen,weil er die Geſchlcklichkeit beſizet, die Men-ge, die Groͤſſe, und die Kraͤfften der Coͤr-per ſo er zu ſelner Abſicht gebrauchet, rich-tig auszumeſſen. Er welß die Zahl an-zugeben, in welcher ſie ihme noͤthig fallen:Er beſtimmet ihre Laͤnge und ihr voͤlligesFlaͤchenmaaß. Er legt ihre Schwere und ihreWuͤrckung auf die Wagſchale, und miſ-ſet ihren Gebrauch. Alle dieſe Handlun-gen ſtellen ihn auf das deutlichſte als einenEigenthums- Herrn dar, welcher eine jed-wede auf ſeinen Guͤtern befindliche Sachezu ſeinem Nuzen verwendete, und ihrenWehrtunterſcheidet. Zwar kan ein groſ-ſer Rechenmeiſter dennoch ein gar ſchlech-ter Meßkuͤnſtler ſeyn; Eben ſo kan auchjemand die Verhaͤltniſſe der Linien undFiguren ſehr wohl verſtehen, und, demeohngeachtete, keine groſſe Einſicht in derMechanick haben. Es wird ſich aber nach-W zelgen„wenn wir den Menſchenin der Geſellſchafft mit ſeines gleichen be-
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DieZahlen