Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Dreyzehende Unterredung 307

der ganzen Linie aͤhnlich ſeyn muͤſſen, weil. Dieſie ſaͤmtlich eben dieſelbe Richtung haben, Meß-welche die Linie ſelbſt beobachtet; dahin⸗Bunſt.gegen die Theile einer krummen Linie ihrenicht aͤhnlich ſeyn koͤnnen.

3. Da der Punct auf ſeinem Wegeunzaͤhlich mancherley Umſchweife nehmenkan, ſo iſt auch die Mannigfaltigkeit derkrummen Linien unendlich. Doch es wirdzu unſerm Vorhaben genug ſeyn, wennwir nur die allernothwendigſte von ihnenkennen. Dieſes iſt die Cirkel⸗Linie Fig. 1.und ſie entſtehet, wenn ſich eine gerade CirkellinieLinie um einen unbeweglichen Punct herumbeweget.

4. Dieſer unbewegliche Punet heiſ⸗ Mittel-ſet der Mittelpunct oder das Centrum; vunct.hingegen die Linie welche ſich um ihn be⸗ Radius.wegte, nennet man einen Radius, lig. 2.ingleichen auch den halben Diameter.

Die Urſache der leztern Benennung iſt fol-gende: Wenn man den Radius biß an dengegenuͤberſtehenden Punct am Umfangedes Cirkels vergroͤſſert, ſo hat man einegerade Linie, welche die Cirkelflaͤche inzwey gleiche Helften theilet, und deswegender Diameter oder Durchſchnitt heiſſet,Es iſt aber die Laͤnge des Diameters alle⸗ Diameter.zeit ſo groß, als zwey Radius, und alſofolglich auch ein Radius ſo groß, als derhalbe Diameter.

5. Der Diameter wird allemahl 1

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