Dreyzehende Unterredung. 355
weiter, und erſtreckte ſeine Erkenntniß und Dieſeine Unternehmungen auch auf ſolche Din. Gnomo-ge, die keinen Augenblick dasjenige blei- nick.ben, was ſie vorhero waren, unter welcheZahl das Licht, der Schatten und die Zeit,gehoͤren: Er unterſuchte die Bahn desLichtes ſo genau, daß er zum voraus ſa-gen kan, auf welchen Punct es zu einergewiſſen Zeit, an einem gewiſſen Ta-ge und in einem gewiſſen Augenblickefallen muß. Am deſten gelung es ihm,den ordentlichen Umlauf des Lichts aus zu-forſchen, als er auf das Fortruͤcken desSchattens Achtung gab, welcher alleSchritte deſſelbigen nachahmet, und durchihrer beeden Huͤlfe machte er einen Maas-ſtab vor die Zeit, ſo, daß er im Standeiſt, auch ihre allerkleineſten Theile durchdas Verhaͤltniß zu beſtimmen, das ſie ge-gen alle Puncte der taͤglichen und jaͤhrli-chen Sonnen⸗Bahn haben. Gluͤckliche Er-findung! welche die Dauer und Abwechs-lung ſeiner gegenwaͤrtigen Arbeit feſte ſe-zet, welche ihm die vergangene Begeben-heiten ordentlich vorſtellet, und die Folgeſeiner kuͤnftigen Unternehmungen einrichtet.
Indem der Schatten die Bewegung Erſterdes Lichtes ſehr deutlich abbildet, ſo hielte Grund derman ihn auch gleich anfaͤnglich vor das be⸗ 8quemſte Mittel das Verflieſſen der Zeit zu 0erfahren. Jedwederd ichter Coͤrper faͤnget
3 2 das