360 Schauplatz der Natur.
werden ſie doch, durch dieſe Beſchaffenheitder Sachen, nur deſto ſtaͤrcker von der Guͤ.tigkeit GOttes gegen den Menſchen uͤberzeuget, zu deſſen beſten das aͤuſſerliche un.ſehen alſo eingerichtet iſt, als ob das gan-ze Weltgebaͤude ihm zu gefallen ſich be-wegte. Er iſt auch auf ſeiner Erd⸗Kugel fwuͤrklich der Mittel⸗Punet von allem, wasin der Welt vorgehet. ö
Ubrigens haben wir keine Urſache andieſem Orte zu unterſuchen, ob die Erdeherumlauffe, oder die Sonne? Will manhaben, daß der Schatten eines Leuchter-Tiſches an der Wand fortruͤcken ſolle, ſoiſt es einerley„ob man ſelbigen um dasLicht herum fuͤhre, oder ob man die bren-nende Kerze um ihn herum bewege: Inbeeden Faͤllen ergiebt ſich einerley Wuͤr-kung, und an dieſem Orte duͤrffen wir unsnur an dasjenige halten, was wir ſehen.
Daß wir wiſſen, das Licht erſcheineoder verſchwinde, dazu haben wir keineInſtrumente oder kuͤnſtliche Bemerkungenvoͤthig: Wohl aber faͤllet uns beedes noͤ-thig, wenn wir den Tag in zwey gleicheHelfften abtheilen, und ſagen ſollen, wieweit der Aufgang und der Niedergang derSonne von der Mitte ihres Laufes entfer-net ſey? als auf welchem Grunde die richtigeEintheilung des Tages beruhet. a
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