Die Ma-ſchinen.
428 Schauplatz der Natur.
wegenden Kraͤfften, welche alles, was dieErde hervorbringt, dem Befehl des Men-ſchen in der That unterwerffen, und ihnſelbſt als ein wahres Ebenblld des Schoͤp-fers darſtellen. Denn er entwirfft zuerſtin ſeinem Verſtande, gleich dem Weſen, ſodie ganze Welt erſchuf, alle Werke, dieer verfertigen will, und ſodann bringt erſie auſſer ſich zun Wuͤrklichkeit. Ja ertreibt es ſo weit, daß dle Arbeit ſeiner Haͤn-de den unveraͤnderlichen Abſichten des Aller-hoͤchſten nachahmet. Man befindet in derThat, daß die feſtgeſezte Ordnung der Na-tur noch heutiges Tages eben die Gewaͤch-ſe hervorbringet, mit deren Anbau ſichAdam und Noah beſchaͤfftigten; und daßdie Maſchinen, welche Tubalkain undArchytas zum erſtenmahle gebrauchten, nochjezo eben dieſelbige Wuͤrkung erzeigen, alsdamahls: Auf dieſe Weiſe verkuͤndiget einTag dem andern die Werke GOttes unddie Erfindungen des Menſchen.
Indem wir ihm aber eine Aehnlichkeitbeylegen, die ihm unendliche Ehre bringt,und ihre Beweißthuͤmer aus der Schrifftſowohl, als aus der Erfahrung, nimmt; ſouͤberſehen wir ſeine natuͤrliche Schwaͤcheim geringſten nicht. Er hat nur ein weni-ges Maaß der Staͤrke: Er kan eine ge-ringe Laſt tragen, er kan einen ſchwachenWiderſtand uͤberwaͤltigen, er kan 1 2
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