Die
Wie ei-ne Hoͤhe
gel zumeſſen.
Fig. 1.
durch ei-nen Spie-
Tab XV.
570 Schauplatz der Natur.r l
Weil es einerley iſt, was vor eine Artder Groͤſſen ich mit einander in Verglei-chung ſtelle, und die Regel ihre Dienſteallemahl thut, es moͤgen Zahlen, Linien,Kraͤfften, Coͤrper, oder andere Sachenſeyn, ſo nennet man ſie wegen eines ſo all-gemeinen Gebrauches die goldene Regel.Man pfleget dieſe proportion im Schrei-ben alſo zu bemerken: 1: 3 2 6: 18,3: 80= 132: 320, und ſpricht ſie aus:Wie ſich verhaͤlt 1. zu 3, ſo verhaͤlt ſich6 zu 18. Wie ſich verhaͤlt 3 zu 80, alſo12 zu 320. Beſteht die Proportion ausdrey Gliedern, ſo ſchreibt man 2. 25. 50.100, und ſpricht aus: 25. iſt zu 50, wie50. zu 100.
Nun wollen wir ſehen, wie die Opticidieſe Proportion bey ihren Saͤtzen zu Huͤl-fe nehmen. Wir wollen zum Beyſpielenur zwey ausſuchen; Erſtlich denjenigen,wodurch ſie lehren, jedwede Hoͤhe mit ei-nem Spiegel zu beſtimmen; hernach den-jenigen, wodurch ſie erklaͤren, warum unsdie Coͤrper ſtille zuſtehen beduͤnken, wennf 95 der ſchnelleſten Bewegung begriffenind.
1. Sie ſetzen voraus, daß der Strahlunter eben dem Winkel reflectiret wird,unter welchem er einfaͤllet; wovon wir inder achten Unterredung des vierten Thei-les bereits gehandelt haben. Hieraus 5
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