Funfzehende Unterredung. 603
ſung davon zu geben, wenn Sie nur vor-hero einen Begriff von demjenigen haben,worauf es eigentlich ankommt.
Daß das Bild hinten am Auge ab-gemahlt werde, das iſt ganz gewiß: Aufwas aber? Daruͤber wird geſtritten. Denneinige geben das Nezfoͤrmige Haͤutgen an,andere hingegen gewiſſe Fibern. DerSchein, den wir rings um die leuchtendeCoͤrper wahrnehmen, inſonderheit wennwir ſie mit halbgeſchloſſenem Auge betrach-ten, entſtehet durch die Strahlen, welcheauf den Rand der Augenlieder fallen, undvon ſelbigen hinein ins Auge und um dasBild geworffen werden. Nur iſt mannicht einig, auf was vor Weiſe dieſes ge-ſchehe. Herr Rohault glaubt, dieſe Strah-len wuͤrden von dem glaͤnzenden und glat-ten Ringe, unten an den Augenliedern, zu-ruͤcke und ins Auge geworffen, indem dieAugenlieder ſich gegeneinander ziehen. DerHerr de la Hire giebt vor, es geſchehe nichtdurch das zuruͤckwerffen, ſondern durchdas brechen der Strahlen; Denn in-deme dle Augenlieder bey dem Zwitzernder Augen nahe zuſammen kaͤmen, ſo for-mierten ſie ein Dreyeckigtes Priſma, daswegen ſeiner Glaͤtte und Feuchtigkeit einigen
DieGptick.
Strahlen den Durchgang vergoͤnne und
ſie auf eine ſolche Welſe breche, daß ſiezu äuſſerſt an das im Auge vorgeſtelleteBlldgen fielen.
Eben