Funfzehende Unterredung. 611
die Flamine ſelbſt ein leuchtender Coͤrper Dieiſt, der viele Strahlen von ſich glebt. Das Gptied.Bild der Schilderey iſt deutlich/ weil ſieeine groſſe Menge Strahlen von allen ih-ven Puncten zuruͤcke wirfft. Das Glasſiehet man zwar ebenfalls von allen Seiten,weil ſeine Flaͤche noch viele Ungleichheitenhat, an welchen das Licht gegen alle Sei-ten zuruͤckeſpringt; Unterdeſſen verurſacheres doch nur ein ſchwaches Bild im Auge,weil es abgeſchliffen iſt, und durch dasSchlelffen den groͤſten Theil ſeiner Rau-higkeit verlohren hat. Je mehr Muͤhe mananwandte, um ſelne Ober ⸗Flaͤche rechteben zu machen, deſtoweniger iſt es geſchickrſich ſelbſt zu zeigen. Es wird dadurchganz dunckel; und beynahe voͤllig ſchwarz,oder; ſo zu ſagen ganz unſichtbar. Un-terdeſſen erhalt es dadurch einen andernVortheil; denn es iſt durch das Abſchlelf-fen deſto fuͤhiger worden, die Lichtſtrah-len unverandert durchfallen zu laſſen.Wenn ein geſchickter Gaͤrtner hinter ei-nem Beete junger Pflanzen auf der Nord-Seite eine Erhoͤtzung auſwirfft, ſo prallendie von der Mittag ⸗ Seite herkommendeStrahlen an dieſer Erhoͤhung zuruͤcke,fallen auf die Pflanzen und erwaͤrmen ſie.Unterläſſet er dieſe Vorſorge, ſo fallen dleSonnen ⸗ Strahlen auf den platten Erd-Boden, und ſpringen von ſelbigem ab, ge-2222 gen