616 Schauplatz der Natur.
Die Kerze des Nachts im Spiegel auffaͤnget.Optick. Man halte alſo die Kerze mit der linkenand in eben derſelbigen Schiefe gegen den
Spiegel, in welcher das Aug auf der rech-ten Seite gegen ihn gerichtet iſt; ſo wirdein ſehr lebhaftiges Bild F, von der Unter-ache des Glaſes, in ſelbiges fallen. Zurinken von F, bey E, wird ein anderes aberſchwaches Bild ſeyn, das von der Ober-flaͤche herkommt, und mit dem erſtern Feini-germaſſen zuſammen faͤllet: Zur rechten vonF wird das Bild der zuletzt zurüͤcke ge-worffenen Strahlen, DR, ſich befinden, je-
doch weit ſchwaͤcher, als das bey E; ja eswird wohl drey biß vierfach erſcheinen, al-lein ſe oͤffter, deſto ſchwaͤcher, wie in der 14.Figur zu ſehen. Je dicker das Glas iſt,deſto welter ſtehen dieſe Bilder aus einan-der. Unterdeſſen mag es dick oder duͤn-ne ſeyn, ſo ruͤcken ſie beſtaͤndig naͤher zu-ſamm, und fallen endlich gar in einander,je mehr die Stellung der Kerze von ihrerSchlee verlieret, biß endlich die Strah-len von der obern und untern Flaͤche, nacheiner einigen Linie, zuruͤcke ſpringen. Die-ſes, was ich zuvor angefuͤhret, ſchiene miraus den Grund⸗Saͤzen zu flieſſen, ehe ichnoch etwas von dem jezo erzaͤhlten Ver ſu-che mit dem Wachs ⸗Lichte und deſſen drey-fachem Bilde wuſte; und nachdem ich die43. Figur entworfen hatte, ſo hielte abt
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