Die Woh-nung desMen-ſchen.
2 Schau⸗Plaͤtz der Natur.
heit gemaͤs, wenn wir ſelbſt alles angeben,und wir ſetzen uns in den Beſitz dieſer Ge-rechtigkeit, wenn wir uns bey guter Zeiteine Kenntniß von ihrer Arbeit erwerben.Die Gelegenheit dazu ereignet ſich alleTage: Wir erweitern nicht nur unſernJerſtand, ſondern wir machen uns auchgeſchickt unſere Unternehmungen vortheil-hafftig auszufuͤhren, wenn wir zuweilendie Unterweiſungen eines ehrlichen Buͤr-gers anhoͤren, der in ſeinem Bauen keinenÜberfluͤſſigen Pracht aber eine gute Ein-ſicht zeiget, und die Eintheilung der Zim-mer eben ſo geſchickt anzuordnen, als ſei-nen Beutel zu ſchonen weiß.
Das menſchliche Geſchlecht hat ſeineohnungen von einer Zeit zur andernfehr verſchiedentlich eingerichtet, ſo wie esdie Bequemlichkeit des Ortes und die Ge-mülhs⸗Beſchaffenheit der Boͤlker mit ſichbrachte. Die erſte Weiſe ſich eine Woh-nung zu verſchaffen, nach der Suͤndfluth,(denn das vorhergehende iſt uns unbe-kannt,) war diejenige, welche Noah undſeine Kinder auf dem Gebuͤrge Ararat er-waͤhleten, woſelbſt ſich der Kaſten nieder-gelaſſen hatte. Als ihre Nachkommen-ſchafft anwuchs, waren die Klippen, dieHoͤhlen, und die Loͤcher die ſie in die Er-de gruben/ die allererſte Zuflucht derſelbi-gen