Erſte Unterredung. 15
Bau-Meiſter, der Zimmermann, der Die woh-Maurer, der Tiſchler und der Schmidt nung 155 izum erſtenmahle auf einen Platz kommen, 1 5 aſo iſt er wuͤſte und verfallen. Gehen ſieweg, ſo findet man Schoͤnheit, Ordnung,Nettigkelt und Ebenmaaſe mit einer bey-nahe ewigen Dauerhafftigkeit verbunden.Die bloſſe Benennung aller Stuͤcke,daraus ein Dachſtuhl oder ein Fachwerkbeſtehet, und der Abriß davon, vermagbnen ihre Zuſammſetzung zur Genuͤge be-greiflich machen. Insgemein bekuͤmmertman ſich wenig darum, wiewohl es vonrechtswegen jedermann wiſſen ſolte. Oh-ne Zweifel werden ſie hernach auch Luſthaben die Werkzeuge zu kennen, damitman dieſe Arbeit verfertiget? DieſeKenntniß kan den Verſtand auf allerleynuͤtzliches Nachdenken fuͤhren, und ihme
lehren geſchickte Arbeit zu kennen und zubeurthellen. Wir wollen das allernoth-wendigſte zu erſt vornehmen. Das üͤbri-ge kan ihnen der erſte beſte Werkmeiſterbeybringen, und von allem voͤllige Erlaͤu-
terung geben. 5Erſtes Kupffer⸗Blat.Das Zimmer- Werk.
A. 1. Schwellen oder Sohlen, ſind lie-gende Hoͤlzer, darauf ſchraͤgs oderi gerad-