Iweyte Unterredung, 49
wir allemahl im Stande ſeyn ſolten, uns Das
ſelbſt zu helfen, it dieſe, wenn wir zuſehen 2 0
wie dleſes oder jenes verfertiget wird, und*.iuſonderheit wenn wir das Urtheil geſchick-ter Meiſter uber eine Arbeit anhoͤren.enn dieſe verſtehen das Werk am be-ein und igre Antworten ſind dle ſicherſtenehren. Den Anfang ſeiner Erkentnißvon Kuͤnſten und Wſiſſenſchafften, kanman aus den Buͤchern machen/ die davonhandeln, zumahl wenn ſie mit guten Figu-den verſehen ſind. Hernach muß man dieerkſtaͤtte ſelbſt beſuchen: Meines Er-lens, muß man in ſelbigen ein eben ſomroſſes Vergnügen empfinden, als wennman in eine Stadt oder in einen See-afen anlanget, deſſen Beſchreibung manzuvor geleſen hatte. Man genieſſet eineunſchuldige und zugleich ungemein luſtigeErgoͤtzlichkeit, wenn man dem Kuͤnſtlerzuvorkommen, und ihm alles das hernen-nen, ja den Gebrauch und Wehrt von et-was beſchreden kan, was man ſein Tagediemabis würklich geſehen hate. Indemer Mann ſiehet, man habe ſich die Muͤheſegeben, von ſeiner Kunſt ſoviel zu begrei-5 als es aus einem Buche moͤglich faͤl-er ſſo gewinnet er eine Neigung zu uns,de wird treuherzig, und rüͤcket auch mit6 rbentgen Handgriffen und Vortheilenus, davon das Buch nichts ſagte.VII. Theil. D Ein