Vierte Unterredung. 109
—— ¶ä äÆwDH1¹ZT.—ꝛ̃—-—'1 47 zu 10 1 bee Seemitzutbeilen. Demnach iſt die Erlernung tzung dern Sprachen ein Mittel ſich zu unterrich⸗VNunſte.N. 1 5Gleichwie die Sprache eln Zeichen Buchſta-der Gedanken iſt, alſo ſind die Buchſta⸗ ben.ben Zeichen der Worte. Sie haben folg-lich deederſeits keine andere Haupt⸗Ab-ſicht, als zu unterrichten. aiben alſo iſt es mit der Muſick und Muſck,ahlerey beſchaffen, welche einen ſo an⸗ 97 5ſehnlichen Rang unter den Kuͤnſten haben. 0.Die Muſick iſt eine Sprache, und dleahler ey eine Gattung von einer Schrift.Schaffen ſie dem Auge und den Ohreneine Ergoͤtzlichkeit, ſo haben ſie dieſe Ei⸗ 155*genſchafft nut deswegen, damit ihre Un⸗ icht.terweiſungen deſto tiefer eindringen moͤ-gen, weil ſie von ſo vieler Anmuth beglei-tet werden; Aber ſchlagen ſie nicht ausder Art, wenn ſie bloß ergoͤtzen, und nichtzugleich auch unterrichten wollen? Ver-fehlen ſie nicht des Endzweckes, wozu ſieeingeſetzet waren? Dieſe Frage iſt wich-lia, und das einige, was uns die groſſeeitlaͤufftigkelt dieſer Kuͤnſte gegenwaͤr-0 zu betrachten erlaubet. Wir uͤberlaſ-es den beruͤhmten Melſtern, dasjenigedbu bee was ihren Grund und Aus-etrifft.Es ſtehet jedermann wohl an, wenn. er