Fortſe-tzung derRuͤnſte.
130 Schau⸗platz der Tatur.
bedeuten, und das was ſie ſagen ſoltenlaͤnſt geſagt haben/ ſind auf gewiſſe Wei-ſe etwas abgeſchmacktes, und erweckennichts als Eckel.
Der Muſieus welcher ſich vornahm,dem Gehoͤre keine andere als unbelebteKlaͤnge beyzubringen, oder welcher glaub-te, er koͤnne die Singſtimme weglaſſen ſolange er wolte, wurde gar bald uͤber-fuͤhret, wle ſchwehr es ſey die Fortſetzungunſerer Aufmerckſamkeit auf eine Sachezu erhalten, welche uns nichts zu den-cken giebt. Er verdoppelte ſeine Be-muͤhungen. Er ſuchte das Gehoͤre durcheine Menge ſchoͤner Manieren zu bezau-bern, und weil er dafur hlelte, er habekeinen gefaͤhrlichern Feind zu beſtreiten,als die Schlaͤfrigkeit oder die langeWelle, ſo that er ſein aͤuſſerſtes das Ohrdurch hurtige Laͤuffer/ ſcharfe Triller undſtarck abgeſtoſſene Thone munter zu erhal-ten. Er brachte eine Menge Abwechs-lungen in ſein Spiel, die man im Sin-gen nicht anders als mit einer mercklichenEinſchraͤnckung anbringen duͤrffte. Exllesjetz eiwas ſehr fluͤchtiges, gleich hernachetwas langſames hoͤren. Auf ein heftigesLaͤrmen, folgte eine Pauſe, und ſodannabermahls eine Menge Mordanten-Schlelfer, Spruͤnge, und fluͤchtige Paſ-ſagen nacheinander weg. Den