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Siebender Theil. Welcher einige der vortreflichsten Künste, die Handlung, das Reisen, und die Einrichtung eines Landes betrachtet.
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140 Schau⸗Platz der Natur.

2——Fortſe⸗ werk verſchwande, als die ungeſchminkteNun der Einfalt des Malherbe eine ſo reitzendeünſte. Schönheit zeigte.Wahre Man wende ſeine Augen auf welcheSchoͤn⸗ Kunſt als man will, ſo wird man finden,heit. ihre Schoͤnheit beſtehe in einem natuͤrli-chen Weſen, und gurer Beurthei-lungs⸗ Krafft. Die Gothiſche Bau-Kunſt war verwegen und ſluͤchtig. Sieſetzte ungeheuere Laſten auf duͤnne Stuͤ-tzen. Sie fuͤllete alles mit Laubwerk/Trauben, Blumen, Pyramiden, Frazen-Geſichtern, und viel andern wunderlichenFiguren. Inſonderheit vergas ſie dieSwerge nicht, die dem äuſſerllchen Schei-ne nach, die laͤngſten Balken⸗Geſimſe, Jaganze Gewoͤlbe trugen. Das GothiſcheWerk ſuchte alles erſtaunlich ſchoͤn zu ma-chen: Aber ſehen wir wohl daß jemandden Verluſt dieſer Schoͤnhelt bedaure?Eben die geſunde Beurtheilung, welcheuns die Zierlichkeit bewundern laͤſſet, weltche mit ſo groſſer Einfalt an dem Portaleder Rochus⸗Kirche zu Paris herrſchet/oder den ungekuͤnſtelten Pracht der Ger“paſius⸗Kieche, unſern Augen als ein Melſterſtück darſtellet, eben dleſelbige ſage ich/verurſachet auch, daß wir den ungeſchwun-genen Hauffen von Zierrathen, und zwalvon recht ſchlechten Zlerrathen, an der dud,wigs⸗ und Stephans⸗Klrche mit Vena