Vierte Unterredung. 169
—— ⏑— äwelche Luſt zum llederllchen Leben gewon⸗ Fortſe-nen und Haß gegen die Religlon ge, unte.ſchoͤpfet haben das heiſſet verlangen, der gApfel ſolle gut blelben, wenn der Kernverfaulet iſt. a 3„Man muß nicht glauben, die Mahlermuͤſten ſich auf eine Menge ſchaͤndlicherHandlungen und unzuͤchtiger Stellungenbefleiſſtgen, wenn ſie die Zahl der Boͤſe-wichter vermehren wolten. Im gering-ſten nicht. Hierzu iſt ſchon hinlänglichgenug, wenn ſie ſich die Freyheit nehmen,nackende Figuren zu verfertigen.() Esſchadet—( Der Eifer des H. Verfaſſers gehet zuweit. Alle was Aeiachen 15 11905 97 5einen Leib nicht mahlen durfen der einMeiſterſtuͤcke des Schoͤpfers iſt? Wasder Tugend nicht zuwieder iſt, darf mankecklich mahlen. Nach ſeiner Mehnungmuͤſte man ein Ecce homo, oder einenſterbenden Heiland ebenfalls nicht anders,als in einem guten dichten Gewandemahlen, wie etwa einen Capuziner. Einnackender Koͤrper an ſich ſelbſt giebt nichtdie geringſte Aergerniß, ſonſt waren keineMuͤhlſteine vor die Anatomicos groß ge-aug,„die ihren Schülern alle Tage der-acichen zeigen. Die Entblöſſung argertBent, ſo ferne ſis ein Zeichen berhottener8 egterden iſt. An ſich ſelbſt, wuͤrde ſieLi dem Frauenzimmer eines gewiſſenfew gar oͤffters vielleicht ungemeinwache Reitzungen verurſachen. Daherſchminckt