Vierte Unterredung. 185
ter Melſter, wuͤrde in alen Sprachen ver⸗ Fortſe-ſtaͤndlich ſeyn, ſie wuͤrde die ganze Welt tzung derüberzeugen, das Kupferſtechen ſeye eine Ruͤnſte.unſt, die man nicht miſſen koͤnne.Ohnerachtet ſie eben ſo geſchickt iſt zuergoͤtzen, als zu unterrichten, ſo verurſa-chet ſie doch ihrem Liebhaber wenig Ko-en, und ihrem Meiſter wenig Zuruͤſtung.hne Zweifel muß der eine groſſe Staͤrkem Zeichnen beſitzen, der ſich im Stecheneruͤhmt machen will. Unterdeſſen kanes eine Perſohn von mittelmaͤſſtger Ge-chicklichkelt im Zeichnen, ein Frauenzim-mer, das ein gut nakuͤrliches Geſchicke undLuſt beſitzet, ein Menſch der elnſam lebet,und ſeine muͤſſige Stunden darauf wen-den will, zlemlich weit darinn bringen,indem dieſe Kunſt ihre Liebhaber ſelbſt un-terrichtet. ö 5Unter allen Materien woreln ſich et⸗ Der Holz,was ſtechen laͤſſet, hat man keine vor beſ⸗ schnitt.cr befunden, als Solz und Kupfer.Die Manier in Zolz zu ſchneiden, iſtrade das Gegentheil von dem Kupfer-den d Denn alles was abgedruckt wer-vorſſolle pleibet erhaben, was ſich weißdi e Sin ſolle wird ausgeſchnitten, damit990 chwärze nicht daran kommet. Hin⸗ Dergupfef n wird dasjenige in der Aupferplatte ferſtich.1 geſtochen, was im Bllde ſchwarz wer-i olle, und das weiſſe bleidet underüͤh-