Vierte Unterredung. 187
e
chel, mit der Kadir⸗Nadel, und in Fortſe-
ſchwarde Kunſt. Das Geraͤthe zu der tung der
erſten Manier, iſt eine Kupferplatte, Ruͤnſte.
welche auf das feineſte und Spliegel⸗helle
poliret worden; ein Polſter, die Platte
darauf zu legen; eine Copir⸗Nadelß wel-
che einen Griff und unten eine Na at;
Augenblicke berichtet, die Franzoſen haͤttendie Cantaten erfunden, welches Lob ihnenauch wohl zu goͤnnen iſt. Weil ihm abernicht beliebet von Erfindung des Kupferſte-chens etwas zu erwaͤhnen, ſondern ſte bloßvor ein Geſchenke der goͤttlichen Vorſehungangiebt, welches manchen auf die Gedan-ken bringen moͤchte, dieſe Kunſt ſey unmit-telbar geoffenbaret worden, ſo will ich ausdemeroͤfneten Ritter⸗Platze II. Theil p.207.folgende Nachricht herſetzen. 5„Die vierte Invention(der Teutſchen)„ iſt das Rupferſtechen, zu welchem der„weltberuͤhmte Albrecht Duͤrer erſt recht„das Eis gebrochen, obſchon Martin„Schon, und Gemberlein, ebenfallsteutſche, bereits vor ihm in Kupfer zu ſte-„chen, einen obwohl geringen Anfang ge-„ macht. Nach Duͤrers Zeiten haben HansSebald und Barthel Boͤhm, wie auchGeorg Pens dieſe herrliche Kunſt wei-ter in Teutſchland ausgebreitet, denen dis„ Welſchen gefolget, und die unvergleichli-„chen Gemaͤhlde von Raphael Urbino auf„das Kupfer gebracht. Und p. 207.„Ein gewiſſes hohes Chur⸗Haus, vene-„net eines Prinzen Gedaͤchtniß, welcherein Erfinder der ſchwarzen Arbeit, ſollgew eſen ſeyn.„ U.