208 Schau⸗Platz der Natur.
zweyte mahl unter die Preſſe, und iſt zum Ver-Gortſes kaufe fertig.
Das Schreiben, wozu man das aufdie jetzo angefuͤhrte Weiſe verferiigte Pa-
ben, Arten pier gebrauchet, geſchlehet auf viererley
unterſchiedliche Manieren.
1.) Bedienet man ſich hiezu der Fe-der und Dinte, oder einer andern flüͤſſi-gen Farbe, und dieſes nennet man Currentoder lauffige Schrifft.„„ ö
2.) Kan man aus geſchnittene For-men von Blech Meſſing oder Bley ge-brauchen, die man auf das Papier leget/und durch die Ausſchnitte diejenige Figurmit einem Pinſel und beliebiger Farbe dar-auf mahlet, welche die Geſtalt derſelbigenzu machen erlaubtt. Dieſe Manier iſtlangweilig und muͤhe ſam, aber ungemeinnett und zlerlich. Sie iſt eine Erfindungder ehemahligen Moͤnche, welche ihrBrod mit Abſchreiben verdienen muſten/und man gebrauchte ſie inſonderheit bey— und Anfangs- Buchſtaben der
zuͤcher.
3.) Nimmet man Solz ⸗ oder Kup-fer⸗Stoͤcke zu uͤlfe, worein man die ver-langte Buchſtaben, oder Figuren aus“ſchüeidet. Der Muͤnz⸗ Hammer, dleSiegel und Nahmens⸗Zeichen, oder Mo-nogrammata, ſind Beweiſe von dem Alter;thuͤme dieſer Erfindung: Allein man 15