Swoͤlffte Unterredung. 125
Land/ Bau befoͤrdern, ingleſchen die Küͤn⸗ Dieſte und Handwerke; den Elfer, und inner⸗ Staats,lichen Verkehr aufmuntern; dieſes alles 1195iſt die Beſchaͤfftgung elnes Koͤnſges. 8
eine Verordnungen gehen auf alle Faͤlle,und auf alle Perſonen, eben ſo, wie ſelneeigung gutes zu thun, ſich auf alles er-Frecker. Seine Gewalt iſt in gewiſſerMaaſe unendlich. Wlewohl er auf ſei-nem Throne ſitzet, ſo ſcheinet er doch voneinem Ende ſeines Landes biß zum anderngegenwaͤrtig zu ſeyn: Man findet allent-halben einerley Abſicht und einerley Wuͤrk-ſamkeijt. Sein Nahmen ſetzet alles inewegung, vertreibet die Ungerechtigkeit,oder noͤthiget ſie verborgene Schlupfwin-kel zu ſuchen. Sein Schutz erhaͤlt jedenbey dem Beſitze des Seinlgen, oder ſetzetihn doch mit kraͤfftiger Hand aufs neuewieder darein. Er ſſt zwar keineswegesGOn, aber doch ſein alerlebhafftigſtesBild auf dem Erdboden. i
Iſt etwas faͤhig der hoͤchſten Gewaltdas Ebenbild der GOttheit einzupraͤgen,ſo iſt es ihre Unveraͤnderlichkeit. Wederdie Vortheile der Unterthanen, noch dieLehren der Vernunfft ſind im Standeeine Regierung gehoͤrig zu beveſtigen:g Die-(Y Der Herr Verfaſſer erklaͤret nicht, wis es
dann alſo komme, daß das Sineſiſche Reichbereits 4000. Jahre dauert. U. 6