346 Schau⸗Platz der Natur.
Die Wllle war vor mich ein Geſetze. Ich hiel-Staats- te den Beruf vor rechtmaͤſſig den ſie miee ertheilten. Alleln bißhero habe ich demſel-
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252 bigen noch kein volkommenes Genuͤgen ge-leiſtet. Alles was ich geſaget habe, bleibetunnütz und tod/ oder es dienet auf das hoͤch-ſte nur zu einem bloſſen Zeitvertreibe, wo-ferne es nicht durch die Gewißheit der Re-liglon veredelt wird. Ohne dieſe iſt allesvergaͤnglich und eitel. Nur ſie machktdasjenige zu einem wahren und beſtaͤndi-gen Gute/ was uns gleich einem Raucheaus der Hand verſchwinden wuͤrde. Miteinem Worte, entweder haben wir gar kelnErb⸗Gut, oder wir muͤſſen es von ihr er-warten.
Alleine wenn wir wiſſen wollen, ob unsjemand etwas wuͤrklich hinterlaſſen oder imletzten Willen vermacht habe, ſo nehmenwir unſere Zuflucht keinesweges zu Ver-nunfft⸗Schlüſſen. Alles was die Ver-nunfft hlebey thun kan, iſt dieſes, daß wiltuns erkundigen, ob die Notaril bevoll-maͤchtiget ſind, uns die Schrifften zu uͤber-geben, worauf ſich unſere Berechtigunggründet. Dieſer Satz iſt ungemein leichter ſetzet unzaͤhlige Schwierlgkeiten auf eln-mahl bey Seite, und helſſet uns mit demwas wlr ſehen und hoͤren/ vergnuͤget ſeyn-Er zeiget uns eine gebahnete Straſſe, worguf die Kleinen ſowohl als die Groſſen 225
ehr