ſchafft beyMoſe. 5
102 Schau⸗platz der Natur.
ſchweifen in eine ſo groſſe Tummheit, daß
ſie endlich nicht mehr wiſſen, ob ſie ehe-
mahls vom Himmel herab fielen, oder ausden Steinen entſprangen. Alleine dasMorgenland verwahret das Angedenken
ſowohl von ſeinem eig nen als von ihremUrſprunge. Da man ſich zuvor gewiſſer
bedeutenden Bilder bedienete, um ſeine
Meynung andern beyzubringen, ſo erfande
man jetzo eine maͤſſige Anzahl Buchſtaben,welche aber alle in einer Sprache befindli-che Klaͤnge ausdruͤckten. Das erſte, wozuſie Moſes anwandte, war dieſes, daß er denAnfang und die Fortpflanzung des menſch-lichen Geſchlechtes biß auf ſelne Zeiten be-ſchrieb: er unterſcheldet alle Nebenäſteworein es ſich vertheilete, und weiſet jedem
das Land an, worinn er ſich nie derlieſſe.In die gegen Norden und Weſten an derSee gelegene Laͤnder, ſchicket er Madai, Ja-
van, Meſech, Thiras, Aſcenas, Eliſa, Doda-nim, und ihre ganze Verwandſchafft. Eswohnen auch wuͤrklich die Meder an derCaſpiſchen See. Meben ſie, ſetzet er Me-ſech, zu welchem die H. Schrifft gemeinl-glich noch den Ross ſetzet. In den folgen-den Zeiten glaubte man ſie unter dem Nah-men der Ruſſen, weiter gegen Norden fort-geruͤcket zu finden. Alcenas der ſich inFhrygien an einem andern Meere nieder-lieſſe/ gab ſolchem den Nahmen Axenus
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