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Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
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Achter Theil. 127

mahligen Religion und Voͤlkerſchafft, oderdie Ausſoͤhnung einer begangenen Miſſe-

that, und den Vorſatz eines beſſern Wan-

dels betreffen. Daher ſagt Virgilius nurmit zwey Worten: Luſtramurque ſovi, wirreinigen uns dem Jupiter zu Ehren/ under ſagt damit eben ſo viel, als: Wir ma-chen die Vorbereitungen zu einemgroſſen Opfer, das wir dem Jupiterbringen. Wir ſchlachten die Gpfer-

thiere/ wir ſingen ihm Loblieder/ und

erbitten ſeinen Beyſtandz wir verzeh-ren hernach das Opfer miteinander.Bey den Juden war eben dle Redensartuͤblich: Das Volk reinigen. Sie hieſſeſo viel/ als das Volk zu einem Opfer be-reiten, oder zu einer Erneuerung des Bun-des, welche Handlung veyſchiedene anderein ſich begriffe, darunter die erſte allemahlim Abwaſchen beſtunde; Dieſe liehe denuͤbrigen ihre Benennung, und wenn manihrer erwaͤhnte/ ſo redete man zugleich auchvon den übrigen. Wenn Samuel oderEsra das Volk reiniget, ſo verſtehet manunter dieſem einigen Worte, eine Mengeaufeinander folgender Handlungen, wel-che dazu bequem waren den Bund mitGOtt zu erneuern. Die Taufe Johan-nis empfangen, hieſſe ſo viel, als eine Beſ-ſerung ſeines Wandels, und ein neues Le-ben angeloben. Dieſes Leben begonne mlt

Faſten,