Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
Seite
245
JPEG-Download
 

Achter Theil. 247

..gen bey faßlichen Regeln bewenden, damiter diejenigen Thiere deſto gewiſſer in dieAusnahme bringen konnte, welche derMenſch bey ſeiner Arbeit am noͤthigſten hat,als zum Beyſpiele das Pferd, den Eſel unddas Cameel, ingleichen die gefährlichenoder gifftigen, worunter die kriechendenmeiſtentheils gehoͤren; vor allen aber die-jenigen, welche die Heyden am gewoͤhnlich-ſten zum Opfer gebrauchten, dergeſtaltdaß ein ſolches Thier opfern, auf gꝛwiſſeWeiſe eben ſoviel war, als bekennen, manwolle den Goͤtz'n opfern, ja auch dieſer oderjener falſchen Gottheit insbeſondere. Undgleichwie die Heyden das Schwein ganzbeſonders haͤufig zum Opfer gebrauchten,alſo wurde es von Moſe mit unter die un-reinen und verbotteuen Thiere geſetzet.Keine Enthaltung zog den Juden mehrSpoͤttereyen uͤber den Hals, als eben dieſe,indem das Schwein ſonſt nicht den gering-ſten Vortheil ſchaffet, als daß man es ge-nieſſen kan: Allein es war auch unter allenEnthaltungen keine geſchickter, ſie vor derAbgoͤtterey zu bewahren, als eben dieſe.Man pflegte zu allen Zeiten die Kuh we-gen ihrer Milch/ den Ochſen wegen ſeinerDienſte, und das Schaaf wegen ſeinerWolle zu ſchonen: Zwar aſſe man ſie/ manopferte ſie auch, allein man verſchwendeteſie nicht zum Uberfluſſe. Eben deswegenQ 3 hielt