Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
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254 Schau⸗Placz der Natur.

.——ͤ—Die ganze Schrifft alten Teſtamentes iſteln Inſtrument, welches nichts anders thut,als daß es uns den neuen Bund verkuͤndt-ge, die geiſtlichen Guter erklaͤre, und Hof-nung zu ihnen mache, indem es uns entwe-der die Vortreflich keit derſelbigen, oder ſeineeigene Unvollkommenheit in Vergleichungmit jenen vor die Augen leget. Allein nichtjedes Wort, das im alten Teſtamente ſte-het, iſt deswegen auch gleich ein Vorbilddes neuen Bundes, die Naͤgel und Breteran der Arche, und die Kleidungen der Levi-ten/ nebſt den uͤbeigen Ceremonien, ſindnicht eitel Figuren. Wenigſtens darf manſich doch nicht, ohne Huͤlfe der Offenbah-rung, unterſtehen, kuͤhnlich zu behaupten,dieſer Gebrauch, jene Gewohnheit, ſey ei-ne Weſſſagung, oder ſie halte dieſes oderjenes Gehelmniß, oder eine zukuͤnfftige Sa-che in ſich. In Religious⸗Sachen iſt nie-mahls Gefahr dabey zu beſorgen, wennman ein Mißtrauen in die Einfaͤlle der Ein-bildungskrafft, und in ſeinen eigenen Ver-ſtand ſetzet. fBedienet man ſich der Schrifften desalten Bundes auf eine dermaſſen richtigeund nuͤtzliche Weiſe/ ſo werden ſie zu einerlebendigen Quelle heilſamer Lehren vor dieChriſtliche Kirche, gleſchwie ſte bereits eineSammlung unſerer Berechtigung auf dieverheiſſene Erbſchafft, und die hu