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Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
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256 Schau⸗Platz der Natur.

Eigenſchafft, und wurde von gewaltigenFehlern begleitet. Unter den Perſiſchenund Macedoniſchen Koͤnigen, erfuͤlleten dieJuden vollends das Suͤnden⸗Maas ihrerVaͤter; ſie ehreten zwar G Ott mit den Lip-pen, aber ihr Herz war ferne von ihm. Siewaren voll Wuchers, Wollust, und Aber-glauben. Sie setzten den wahren Ver-ſtand des Geſetzes, und die Pflicht der bruͤ-derlichen Liebe ganz beyſeite, und hiengennur an dem Buchſtaben und an den aͤuſſer-

lichen Gebraͤuchen; Sie verachteten alle

uͤbrige Voͤlker, und prahleten ohne Unter-laß mit ihren eigenen Vorzuͤgen, und mitihrer eingebildeten Heiligkeit, die in genauerAusuͤbung der vorgeſchriebenen Regeln be-ſtunde. Bey dieſer groſſen Thorheit dachtenſie ein wahres Muſter aller erſinnlichenTugenden und Vollkommenheiten zu ſeyn.

Als die Hebraͤer das Geſetz in der Wuͤ-ſten empfiengen, hatten ſie bereits verſchie-dene Überlieferungen unter ſich, welche be-ſtaͤndig fortgepflanzet wurden, und abſon-derlich der geringen Anzahl Frommen un-ter ihnen, die im Glauben und in der Hoff-nung der zukuͤnfftigen Guͤter lebten, zur Er-

goͤtzung dieneten. Sie wuſten, daß GOtt

nicht allein almaͤchtig/ ſondern auch gnaͤdigund ein gerechter Vergelter ſey. Sie hleſ-ſen den Tod die Verſammlung der Kinderzu ihren Vaͤtern, und nach dem e

ra-