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Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
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258 Schau⸗ Platz der Natur.

Die Hebraͤer hatten eine Wiſſenſchafftvom zukünftigen Leben, von der Auferſte-hung, und vom Gerichte. Hievon findetman unzaͤhlige Merkmahle in dem Lebender Erz⸗Vaͤter/ welche beſtaͤndig auf dasKuͤnftige hoffeten; in den Pſalmen, in demBuche der Weisheit, und im Prediger, ja

in allen Propheten. Moſes gedenket zum

oͤfftern einer Offenbahrung, welche dereinſt

der Nachkommenſchafft Iſaacs, und durchſelbige, allen Voͤlkern geſchehen ſolle. Die

nach Moſe kommende hiſtoriſche und pro-phetiſche Buͤcher beſtaͤrken eben dieſe Hoff-

Joh. 4, nung. Doch nur derjenige, welcher kom-2. men ſolte, der ſolte uns auch alles verkuͤndi-

gen. aZuſtond Als die Zeit des Meſſias herbeynghe-der judi⸗ te, hatte die menſchliche Vernunft, als wel-ane che niemahls mit demjenigen zufrieden iſt,ſchen Re⸗ Was uns GOtt nur Stuck weiſe wiſſen laͤſ-ligion bey ſel, ihre eigene Gedanken an die Offenbah-des Meß rung geflicket, und die juͤdiſchen Gelehrten7 Anz jn zwey Secten getheilet, in die Saddu-unft. càer und Phariſaͤer. Die erſtern laug-neten das kuͤnftige Leben, machten die Gei-

ſter zu coͤrperlichen Weſen, und ſchloſſen al-

le Hofnung, und alle Erfuͤllung der Ver-heiſſungen in das gegenwaͤrtige Leben ein.

Ste unterwarfen ſich dem Geſetze und demaͤuſſerlichen GOttesdienſte, mit groſſerStrenge, damit ſie die damit we

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