Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
Seite
311
JPEG-Download
 

ungraͤu-ahr-

He-

ganzHe-t ih-

jeſetz

gan-

Ezrigee dieGe-

ten,

oͤpf-

1

liefe ö

Ge-

aus

nach

vol

k ze-ange

be,hen/ung,

der

aufden

ſten

Achter Theil. 311

irſten Gottesdienſte flückte, und ihn da-

durch ganz unkaͤnntlich machte.

Doch es iſt noch etwas ſchlimmers zu-rücke. Anfaͤnglich machte ſich der Menichalles zu Gottheiten, was ihm nur einfiele:Nachgehends wollte er gar nichts mehraubeten. Er verlohr alle Empfindungdes goͤttlichen Weſens, er ſetzte alle Tu-gend alle Pflichten aus den Augen. Daskuͤnfftige Leden hielte er vor etwas Laͤcher-liches. Er wollte ſeine ehemahlige Thor-heit verbeſſern, und fiele in eine andere, diezehenmahl ſchlimmer war als die erſte, denner vermiede die Abgoͤtterey dadurch, daß ergar keinen GOtt glaubte, noch ihm einigeVerehrung erzeigte,

Weder der Aberglauben noch der Un-glauben wurde von einigen Betruͤgern er-ſonnen und herngch ausgebreitet. Einerwie der andere ruͤhret von dem menſchli-chen Eigenduͤnkel her. Dieſer iſt dieQuelle alles Elendes: Der Menſch weis,er ſey im Stande etwas zu erkennen und zubeurtheilen, daher bildet er ſich ein, ſeineEinſicht habe keine Graͤnzen, und er koͤnneohne einige fremde Bepyhuͤlfe, alle Wahr-heiten aus ſich ſelbſt finden. Allein, ſeineUngewisheit, ſeine Zweifel haͤtten ihn aufdie Offenbahrung fuhren, keinesweges aberperleiten ſollen, ſie gaͤnzlich bey Seite zuſitzen. Der hoͤchſte 17 der aa

4