414 Schau⸗ Platz der Natur.
das Prieſterthum und die Opfer des juͤdi-ſchen Volkes wiederum herſtellen wolte.Seit Titi Zeiten haben die Juden nicht eineinziges Opfer mehr geſchlachtet.
Als Celsus, Porphyrius, Iulfanus, Sym-machus und viele andere berufene Perſo-nen, ſo erſtaunliche Bemuͤhungen, Gewalt,Beredſamkeit, und alles was die Plato-niſche Weltweisheit blendendes hat, dazuanwendeten, die Goͤtter und ihre Opferaufs neue empor zu bringen, ſo haͤtte manglauben ſollen, nunmehro wuͤrde die Pro-phezeyung Johannis des Taufers ihreKlafft verliehren. Aber welt gefehlet!Man dienet nun nicht mehr als einemGoOtte, und man weis von keinem andernOpfer, als das ihn verſoͤhnet hat.
Indem die Staͤrke dieſes Beweiſesauf dem kuͤufftigen beruhete, und die Ge-wißheit der Evangeliſchen Sendung allenZeiten darthun ſolte, ſo beliebte es JEſuden Innhalt der Prophezeyhung bey allerGelegenheit zu beruͤhren, einzuſchaͤrfen undanzupreiſen, indem er die Beſtaͤndigkeit,das redliche und von aller Heucheley ent-fernete Gemuͤth des Propheten mit groſſenLobſpruͤchen erhub.
„Das Geſetz und die Propheten, ſagt„ Chriſtus, haben gewelſſaget diß auf Jo-„ hannem: aber(weil das gewelſſagte„ nunmehro in die Erfuͤllung tritt) in den
Ta-
0
Tag„Gerundes zi
D
machtganzetGuͤterDasre zumſes wiſagunes in fſeine?ſein Owelch.her heVorb
nes zkeit;DieſeWelcke, ſaweil
ſind.8
zumes auLehreofft le