Band 
Achter Theil. Worinnen der Mensch in Gesellschaft mit Gott betrachtet wird.
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gelium iſteine Pro-phezeyung.

DasEvan-

40 Schau⸗Platz der Naturgenden Pfingſtfeſte, davon die Apoſtelge-

ſchichte redet, ſie beweiſet auch/ daß die Ju-

den gewohnet waren wenigstens einmahl

in ihrem Leben nach Jeruſalem zu reiſen.Daher war es eine hoͤchſtleichte Sachevor die Heyden, die derühmte und jeder-maun bekannte Prophezeyung Johanniszu erfahren, w⸗ lche das einige zur Verſoͤh-nung des menſchlichen Geſchlechtes noͤthige

Opfer betraf.

Sie war der kurze Inn-

halt des ganzen Evangeln, und folglich wardas ganze Evangelium eine Prophezeyung,welche durch die Abſchaffung des Geſezesund den Sturz des Goͤzendienſtes von el-nem Jahre zum andern erfuͤllet wurde.Daher wurde der Glaube der Funnicht nur durch Beweiſe unterſtuͤzet, die ih-

nen eigenthuͤmlich

waren, ſondern auch

durch den Bericht der Juden, welche denAnfang der Begebenheiten und die Pro-phezeyungen des Heilandes gar wohl wu-ſten, weil ſie entweder zur ſelbigen Zeit ge-genwaͤrtig geweſen, oder doch mit Perſonen,die alles geſehen und d gchoͤret hatten, nahe

verwandt waren.

In einem Falle, wie in

dem andern, wuͤrden ſie ſich um eines er-dichteten Maͤhrgens willen weder dem ra-ſenden Elfer ihrer unglaubigen Mitbruͤder,noch den Feindſeeligkeiten der tobendenHeyden und Feinde des Evangelli ausge-

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