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Memorabilia Tigurina, oder Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Hans Heinrich Bluntschli
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13
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Antiquitäten.

ungefehr auf ein gewürfletes Pflaster, aus welchem einiche nach Kunst ver-sezte Steinlein, ihm in das Aug schienen ; Als dieses Lobt. Magistratzu Zürich betaut wurde, hat selbiger, unter Aufsicht dir.) Junker (ZuLr-rier.Haubtm. Ioh. Heinrich Zollers, vermahlen wohl - erwehlten Land-vogts nacher Eglisau, mit aller Sorgfältigkeit nachgraben lassen, undwurd noch ein schön unversehrtes Stuck, eines mit gevierten kleinen Stein-lein, von Rauten, Blumen, Schlangen und andern Figuren künstlich ver-sehen kavimenri leüaiari entdeckt, und ein gut Stuck darvon auf dieKunst-Kammer in Zürich gebracht.

Weiters fände man allda verrostete Ovffer-Messer, ehrine Ringe, einaltes Schüsselein, ein ehrinen 5 ryium, deren sich die Alten bedient, zu ih-rem Schreiben auf die Schreib - Tafelem. Zwey grosse vvsl - sörmigeStuck Bley, jedes bey nahem eines halben Centners schwer, samt z oder 4kieäaillen von Hajano und LaracsIIa, kraßmenra von vrois Fexul-ckralibuZ oder Begrabniß-Krägen ; Item em Orth, da ein Altar ge-standen, auf welchem noch Kohlen, Aeschen und Knöchlein anzutreffen wa-ren ; welches alles Anzeigungen waren, daß daselbst ein Heydnischer Tem-pel, mit einem Dpffer-Altar gestanden, in welchem villeicht der viansmöchte gedienet worden seyn, weilen nahe darbey ein klein Hirschen-Hörn-lein, und in gebranten Steinen die Figuren von Hunds-Tritten anzutref-fen waren.

Gegen die roo Schuh von diesem vermuthlichen Tempel, sind auchMauren und anders unter der Erden, von einem grossen Gebän, entdecktworden, dessen von gebrauter Erden gefundene oder Wasser-

leitungen, auch anders mehr, die begrrmdte Muthmaßung erwecket, daß da-selbst alte Römische Bader, deren Böden und Wände von Alabaster ge-wesen, gestanden seyen, da das Wasser hergefloffen seyn mag, von dem na-he darbey gestandenen Homberg ; Weilen aber dieser Orth zerstöhrt, sowerden die Zugänge des Wassers verstopft, und vermuthlich in das etwannzwey Stein - Würffe weit in der Tiefe entlegene Weyerlein, so das güldeneThar, oder der Guldin Brunn (wie unter dem Titul Wunderbrunnenzusehen,) genennet wird, den Ausgang gesucht haben.

Voy Inlcriptionen ist hierbey nichts anders zum Vorschein gekommen,als was etwann auf gebranten Steinen, von rother Erde, angetroffen wor-den, deren ein paar hieher geftzt werden.

xi. c^.kd.

Br

Nach