Batzenb. Beermb.
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* Baßenberg.
Ehemahl eine herrliche Beste und Wohnung der Freyherren dieserNamens , gelegen auf einem Felsen oder Vorhügel, nicht weit von demHof Goldbach, (nunmehr in biePfarr RM gehörig) in der Herrschaft -Grüningen gelegen. Die Freyherren hatten an das Kloster Reüti guteVergabungen gethan, allwo sie auch ihre Begrabnuß gehabt, und allda,nach ihrem und der Beste Abgang, allem chr Waapen übergeblieben, wel-ches hat , ein durch die Mitte zertheilten Schild, durch dessen oberen Theilrin weiffe Streife, durch ei« schwarz Feld, hindurch streicht; Der unterehalbe Schild ist weiß und schwarz gewürfflet: Auf dem Helm erscheinenzwey weiß und schwarze in der Mitte getheilte Harschhörner, an derenMundstück zwey Hufeisen stehen.
An dem Ort, da ehemahl das Schloß Batzenberg gestanden, habenAn. 1712 unterfchiedenliche Frömbde von Unterwalden, und Einheimische,sich unterstanden, einen vermeinten Schatz zugraben ; Worbey sie dentheuren Namen Gottes leichtfertig mißbraucht. Diese sind theils mit Geld,theils mit Leibs-Straffen, und Gefangenschaft, belegt worden.
* Beerenburg.
Von denen in grosser Anzahl daselbst wachsenden Erdbeeren also ge-nannt, (si. Barenburä) ein ehemahliges nun ganz zerstörtes Mannen-Kloster, gleich unter Wulflingen am Berg gelegen.
» Als Stephan, zugenannt Nhemauer, von Wmterthur, an diesem„ Orth sich in das Emsidler Leben begeben, hatHerzoq Leopold vonOester-„ reich schon An. izi8. selbigem erlaubt andere Bruder zu sich zu nehmen,» und ein Hauß daselbst zubauen. Als hernach Heinrich von Linz in Oester-»reich, samt vier anderen, an gesagten Orth sich verfügt, hat Herzog Ro-» dolff i v. selbigen gleichfalls gestattet, eine Wohnung und Capell daselbst„ aufzurichten, oder die vielleicht allbereit daselbst stehende in Besitz zuneh-„ men : So einer aus ihrem Mittel sterbe, mögen sie an dessen statt einen» anderen annehmen , und schenkte ihnen hierzu etwas Walds. Diese,»Brüder batikten ihre Nahrung von Hauß zu Hauß; waren von -er drtt-« renRegelFrancrsci. Mit Coftanzisch Bischöflicher Bewilligung,ha-„ den sie den Augustiner - Orden angenommen. Man bethorte die Welt,„Heinrich habe liebend der Gaab der Wunderwerken, auch dieGaab der» Weissagung und verschiedene Erscheinungen gehabt. Der von Costan„ und mehrere Bischöfe, haben denen, so m diesem Orth den Gottesdienl„ besuchten, oder zu des Klosters Aeufnung beytragen wurden, reichen Ab-„ laß versprochen, und diesen Mönchen erlaubt, sothanen Maß hin und
her