Brucken.
war, daß niemand erlaubt seyn solle, von Zürich an biß gen Baden, eineBruck über die Limath zu setzen. klc>ttin§. §pcc. TiZ.)
In dem Zürich - See ist merkwürdig die Ravpenschweiler - Bruck,welche A. iZ58 aus Befehl Ertz-Herzogs von Oesterreich Alberti, an-gefangen', von seinen mey Söhnen aber Audolpho IV und Leopoldo Mvollendet worden. Diese Bruck ist über das Wasser biß an das DörfleinHürden 1850 Schritt lang. Das Wasser darunter ist so dünn, daß manin mitten unter der Bruck einen Graben und Schiffwäg hat machen müssen,damit man Winters-zeit, wann das Wasser klein, mit denen geladenenSchiffen hindurch fahren könne.
An. iz 7 s den 4 Brachmonat brache die untere Bruck zu Zürich ein,von wegen der grossen Menge Volks, welches in einer Proceßton auf denHofgehen wollen, und ertrunken 8 Versöhnen.
Als An. 1566 an der Zürich - Kilbe Abends um 4 Uhren, eine grosseMenge Volks auf der oberen Bruck den Schiffen zusehen wollen, welche indie Stadt gefahren, brache ein Theil der Bruck zwüschent dem Rad unddem Helmhauß, welche dnmahls noch auf hölzernen Jochen gestanden, undertrunken 7 Versöhnen, viel aber wurden verlezt.
An. i6i s im Wintermonat brachen zwey grosseTräm an der unterenBruck, wegen des grossen Lasts Kernen, es fiele viel Volk in das Wasser,doch ertrank niemand. (aäci. Die ins Wasser gefallene 80 Mütt Kernenwurden denen Bauren bezahlt, und ein ander Ksrnhauß zu bauen erkennt.Viä. Rornhauß.)
An. 1658 den 18 Herbstmonat fiel ein Stuck von -er unteren Brück indas Wasser hinunter, wäre an einem Freytag im Jahrmarkt, da es gar vielVolk hatte, welche einem Quacksalber zuschaueten: Es fielen in die so Ver-söhnen ins Wasser, darvon aber nur 8 ertrunken.
An. 1670 machte man an der unteren Bruck neue steinerne Joch.Drey sotten sich gesenkt haben, es kostete jedes in die zow ß. Die altensollen izs Jahr gestanden seyn.
Hier geschiehet nicht unbillich Meldung des so genannten Blinden -Stegs bey Datlikon / welcher über die Toß führet, auch so wol gemachetist, daß er von dem sonst wilden Wasser nicht leichtlich kan weggeführt wer-den. Dieser Steg ward also angegeben zu machen von Hrn. Hans Räb-jiurnn, von Micpltingen, Evangelischem Pfarrer zu Lufingen, dessen ge-mahlte Bildnuß'mit Verwunderung zu sehen auf der Walstr-Kirchen zuZürich. Dieser Rabmann hatte An. 1521, und hernach zu Elsaß-Zabern,und zu Waldshut eine Zeitlang mit grosser Erbauung das Evangelium ge-prediget, worüber ev aus das Schloß Küssenberg gefangen gelegt, allwo ihmin der Gefängnuß beyde Augen ausgestochert worden. Endlich kam er gen
Zürich,