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Memorabilia Tigurina, oder Merkwürdigkeiten der Stadt und Landschaft Zürich / von Hans Heinrich Bluntschli
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73
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Brunst. Brüt. Bsiich. 7Z

get worden/ je nach Beschaffenheit des Schadens, entweder in dem ganzenZürich - Gebieth, oder einem Theil desselben, freywillige Steuren ein-zusamlen. ^

* Brutten.

Ein Dorff nnd Pfarr, nebend deriLandftraß von Zürich, aufWinter-thur, zwüschent Basserstorss und Toß , in der Grafschasst Kybürg gelegen.Nicht weit von diesem Dorf läge ehemahl der Burgstahl der Edlen vonTattnau, die man auch Edle von Brürten genannt: Die Pfarr-LoUr-tur von Brütten gehört dem Kloster Einsidlcn; Erster Pfarrer wäre Su-derus Baltenschweiler, i52z. Dießmahlen Conrad Mifer, 1725.

Bsuchungen.

Es hatten in vergangenen Zeiten die Eydgenossen in Gewonheit einan-dern in grosser Anzahl zu besuchen, und durch solche freundliche Besuchun-gen die Liebe und Freundschafft zu erhalten. Solches ist etwann geschehenauf die Fastnacht, Kilbe, und ausgeschriebene Freyschiessend : Darvon.ste-he in jeztgedachten Titlcn, etwann auch auf andere angestellte Lauber-Tage.Solche Freundlichkeit haben einander« auch sonderlich erwiesen die zweyVor - Orth, nämlich Zürich und Bern. Wie dann An. 158z die Her-ren von Bern, 120 stark, als ste ihren Landvogt nachcr Baden aufgeführt,nacher Zürich kommen, welchen man grosse Freundlichkeit erzeiget. Hier-auf haben ste An. 1584 die Herren von Zürich in ihre Stadt Bern gela-den, und ritten 249Persohnen dahin, in 4 Rotten abgetheilt; Die rittenden 2i Mey, gedachten Jahrs hinweg, und kamen den 28 wiederum na-cher haust. Man hatte ihnen grosse Ehr und Freundlichkeit erwiesen. Glei-che Ehr thaten ste auch einanderen in folgenden Jahren. Als An. 1615,den 18 IM, da die Herren von Bern, Hrn. Caspar von Grafenried, neu-erwehlten Landvogt gen Baden abgeführt, ritte ihnen eine Anzahl von denRathen und Zweyhunderten entgegen, und wurden die Berner von den Zu-richeren zwuschen Mellingen und Baden höflich empfangen : Ritten alsomit emanderen nach Baden ein. Dinstag, den 20 IM, ritten ste mtt em-anderen nacher Zürich, und wurde denen Herren von Bern alles llebs undguts erzeiget, bistFreytags Nachmittag, da ste wiederum verreiset. 366.(»Liier in Lonrin. Luiiin» k. g. meldet: Daß damahls eine Ge-sellschasst angefangen, mit Namen die Paaenbuchisch , welche eine Libe-rey am linken Arm getragen, und ein grün Hosenband. Diese Hagenbu-chische Gesellschaft- Hiftori bestattiget em zum Vorschein gekommener,von Silber gegossener Oval - Pfenning, auf dessen einten Seiten das §ym-bolum -er Einigkeit/ mit -kll Schilden beyder L.L. Standen, Zürich

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