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<N)och. Clauß.
Die Chorherren hatten ihr eigen Malefiz gehabt, ohne der Reichs -Vögten Einred, und war ihr Groß -Keller an statt des Reichs-Vogt, wel-che Freyheit ihnen gegeben Cawlus IV. An. izsz. (gclcl. Laut Brieffs,bey ^ 5 ct^uci. lom- I p 460 ausgesezt: „ Wir Carl, von Gottes« Gnaden Römischer Kayser, re. Bekettlren,offentltch mit diserm Brieff,- daß Wir angesehen haben, ganze state Truw, die Wir allzit befunden» habend, an dem Ersamen Brunen Brun, Probste z« Zürich, unserm> lieben Caplan, und habend darum von unserer Kavserlichen Macht, Im„ und seinen Nachkommen, Pröbsten zu Zürich, die Gnad geton, da^ st« ewiglich in Iren Dörfferen zu Flunkeren, Rieden, Rußlikon, und zu» Rufers, Stock und Galgen haben mögend, und daselbs von Unser unddes Richs wegen über Hals und Haupt richten mögend, rc. MitUrkund„ des Brieffs re. Datum zu Prag, ^nno vomim :z6z. Ztnstags nach» Bartholomäi.)
Das erste Blut-Gericht wurde gehalten an der Cluß, wo man genWytikon gehet, An. :z8z. ( säö. So hat auch Rupertus, RömischerKönig, zu Heidelberg, An. 1404, dem damahligen Probst übergeben, inden Dörffern Fluntern, Rieden, Rüsch'ikon, Uleylen, Ruffers undGchwamendingm, Stock und Galgen, und den Bann über das Blut.Und obgleich einige darfür gehalten, daß dieses damahl nur eine perlonr!concellion gewesen, so zeiget doch zum Theil vorgemeldter Brieff, äeAn. izsz, das Gegentheil, und hat hernach An. 141s Kayser Gigismun-dus obiges conürmirr; auch Fridericus IV. An. 1442. Albertus II.Au. 1439. Mapmiilianus I. An. 1407. Carolus V. An. Is2l. allekrivilezis der Vorfahren bestättiget. HorrinZ. §pcc 1iZ. p. 597.) Infolgenden Zeiten hatten die Chorherren ihr Halßeisen grad unter der Kro-ne» - Pforten, allwo es noch zum alten Halßeisen heiffet. An dem Orth,wo es jetzunder auf der Blatter: heißt, hatten sie geköpfft, bauchen es denNamen Blatten, oder Rabenstein bekommen. Ihr Hoch - Gericht aber,oder Galgen, ist auf dem Geißberg, unweit von der Harzpfannen, hieherder Stadt gestanden.
Ltauß-Stud.
So im Zürich - See stehet, bedeutet die Märchen im Wasser, gleichWie zu Land auffert allen Thoren der Stadt, die Kreutz, darvon bald her-nach. Der Nam Clauß aber, ist dieser Stud gegeben worden, da die Stadtnoch Papistisch wäre, und wäre diese Stud zu Ehren dem Wasser - GottSt. Niclaus erbauet. Wann dann dre Pilger den See hinauf, nacherEinsidlen gefahren, haben sie bey dreser SM gebattet, daß St.Nielaus sieauf dem Wasser behüten, nnd glücklichen Wind beschehren wolle.
Cell.