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Tallwe il. Tattna u. Tätschschressen. Tauff.
diesen Platz darzn An. 1027; aber Graf Rapoto von Habspurg änderteden Platz, und ließ das Closter Muri anfangen. §rum pf. Die Ursach dar-von ist weitläufig bey-LZiä. ^ckucl. lom. i. p. s und 6 angeführt.
Nachdem Tallweil an Zürich kommen, wäre erstlich allda eine eigeneObervogtey, und der erste Vogt wäre Hr. Berchtold Gtucki, An.
Aber An. 14z? wurde es, wegen seiner Kleinfuge, zu der Vogtey Hor-gen geordnet. ^
Die Pftund-CoUstur daselbst gehört aus einer Dreyer-Wahl vonZürich dem Closter Wettingen. Erster Pfarrer wäre allda, ConradRüp-yeim, An. is2s. Dermahlen Caspar ScheuchZer, An. 1726.
* Tättnan.
Ein zerbrochner Burastahl nicht weit von Brütten, hatte eignen Adel,so auch von Britten sich geschrieben , ist aber abgestorben. An. 1 2^0 lebteHeinrich. An. r2§o Conrad.
Tatschschiessen.
Das Tatsch--oder Bostenschiessen der jungen Knaben ist ein alterGebrauch, welcher schon vor etlich ioo Jahren in Uebung gewesen. Deß-wegen werden zu allen Lätschen der Stadt und Landschaft von der Ober-keil zinnerne Blatten zu verschießen gegeben, und müssen gesamte Kannen-giesscr in Zürich jährlich einem Herren Seckelmeister ohngefahr 56-ozetzinnerne Blatten lieferen , welche am Gewicht 840 Pf. wägen , und anGelt 420 Gl. kosten. Es werden jährlich auf den Palmtag und um sel-bige Zeit, von denen um die Stadt wohnenden Knaben, welche in denTatsch schiefen, die Blatten bey dem Großweibel auf dem Rathhauß ab-geholter , da dann der Großweibel von jedem Tätsch, dahin er Blattengeben muß, sein gewüsses an Everen und Gelt einzunemmen hat. Dieaber so unter den Landvögten sind, müssen ihre Blatten bey den Landvög-ten Holm, und auch ihre Eher oder Gelt darfür geben. Es hat um diegantze Stadt Zürich herum bey jedem Thor ein Tatsch gehabt, und wa-ren deren sieben. Aber M. ,^6 waren die überstüssiae Tatsch abgekent,und werden an statt dessen die Knaben desto eher im Büchsen - Schießenangeführt.
Tauff.
In Lateinischer Sprach die Kinder zu taufen wurde zu Zürich abge-than, An. isrz, und wäre selbigen Jahrs auf Lammst-Tag das ersteKind auf teutsch getauft, Ulrich Aber«, genannt.
< Ltici. Die erste teutsche Tauffs- Forrnul, darvon vieles noch hentigs
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